Die besten Baristi Österreichs waren in Klagenfurt zu Gast

Bei den ersten österreichischen AeroPress-Meisterschaften stand die hohe Kunst der manuellen Kaffeezubereitung im Mittelpunkt. Die Besucher konnten den Baristi wortwörtlich über die Schulter blicken – schließlich fand die Veranstaltung mitten in den Klagenfurter City Arkaden statt.

Die Besucher der City Arkaden staunten am Samstagnachmittag, als ihnen der angenehme Duft von frisch gebrühtem Kaffee entgegen strömte. Sie waren mitten in den ersten österreichischen AeroPress-Meisterschaften, die im Klagenfurter Einkaufszentrum veranstaltet wurden.

Werner Lippitz, Obmann der WK-Fachgruppe Gastronomie und Veranstalter der Meisterschaften, sagt: „Wir haben uns bewusst für diesen Standort entschieden, um vielen Zusehern den neuesten Barista-Trend vorzustellen. Solche Wettbewerbe sind insgesamt wichtig für die heimische Kaffeekultur – und sie sind eine weitere Motivation für unsere Betriebe, um auch weiterhin auf höchste Qualität zu setzen.

Doch was ist das Besondere an AeroPress? „Dabei handelt es sich um eine Zubereitungsmöglichkeit für Filterkaffee, für die ausschließlich Muskelkraft und ein einfaches Gerät benötigt werden“, erklärt Reinhard Grebien, der als zweifacher Kaffee-Vize-Weltmeister in der Jury saß und gemeinsam mit zwei anderen AeroPress-Experten die Arbeiten beurteilte. „So kann der Kaffee sehr fein gemahlen werden, die Aromastoffe werden schneller gelöst und es gelangen weniger Bitterstoffe in den Kaffee.

Staatsmeister kommt aus Wien, Kärntner auf drittem Platz

Die beste Bewertung erhielt bei den ersten österreichischen AeroPress-Meisterschaften schließlich Boris Ortner, der das Café „Kaffeemodul“ in Wien betreibt und auch dort auf die Zubereitung mit AeroPress setzt. „Ein sehr guter Kaffee erfordert viel Arbeit“, bringt es der erste österreichische AeroPress-Staatsmeister auf den Punkt. Dieser Aufwand sei es aber schließlich wert und werde von den Gästen auch geschätzt. „Wir möchten ein Endprodukt servieren, das sich deutlich von herkömmlichen Kaffees absetzt und an dem auch der Laie Geschmacksunterschiede wahrnehmen kann.

Die Jury war von den Barista-Künsten des Wieners begeistert. „Ihm gelang es am besten, die Vorzüge des kenianischen Kaffees in die Tassen zu übertragen: Feine Zwetschgentöne, ausbalancierte Säure und ein harmonischer, langer Abgang“, so Reinhard Grebien.

Auch Kärnten war mit zwei Teilnehmer stark vertreten: Hannes Zvitkovits, Fachlehrer an der Kärntner Tourismusschule in Villach, und die Feldkirchnerin Isabelle Nazar (Schülerin an der KTS Villach) bewiesen, dass auch in Kärnten ausgezeichneter Kaffee gebrüht wird. Zvitkovits schaffte es auf den dritten Platz – und wird auch künftig dafür sorgen, dass die Kärntner KTS-Schülerinnen und –Schüler in der hohen Barista-Kunst gut ausgebildet werden.

Quelle: Wirtschaftskammer Kärnten