Industrie zu ÖGB: Sachlichkeit statt Panikmache

Wien (OTS/PdI) – Anlässlich der Aussagen von ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian in der heutigen ORF-Pressestunde zum Arbeitszeitgesetz und der geplanten SV-Reform appelliert die Industrie an die Arbeitnehmervertretungen, wieder zu mehr Sachlichkeit zurückzukehren. „Die teilweise vollkommen überzogene und sachfremde Kritik an den notwendigen Reformen geht völlig ins Leere und dient lediglich dazu, Parteipolitik zu betreiben und Ängste in der Bevölkerung zu schüren“, so der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Mag. Christoph Neumayer. „Gewerkschaften sind wesentlicher Bestandteil einer funktionierenden Demokratie – dazu zählt allerdings auch, die gemeinsame Zukunft und das Wohl dieses Landes vor die eigenen strukturellen Machtansprüche zu stellen“, betonte Neumayer. „Österreichs Unternehmen und ihre geschätzten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden sich nicht von der Gewerkschaft auseinanderdividieren lassen“, stellt Neumayer einmal mehr das Gemeinsame in den Vordergrund. „Die Modernisierung der veralteten Arbeitszeitregelungen war eine notwendige Verbesserung für den Arbeits- und Wirtschaftsstandort. Die nun bevorstehende Reform der Sozialversicherung wird dazu beitragen, mehr Fairness und Einfachheit in die komplexen, teuren und über Jahrzehnte aufgeblähten Verwaltungssysteme zu bringen – zum Nutzen der Versicherten und Ihrer Familien“, betonte der IV-Generalsekretär. Zwtl.: Sozialpartnerschaftliche Konsenspolitik offensichtlich für Gewerkschaften nur wichtig, wenn es eigenen Interessen dient Nicht nachvollziehbar seien auch ständig wiederkehrende Vorwürfe, die Themen wären nicht ausreichend mit den Sozialpartnern besprochen worden: „Von einer Nacht- und Nebel-Aktion, die Katzian in der heutigen Pressestunde angesprochen hat, kann keine Rede sein. Seit mehr als 15 Jahren wurde über eine Flexibilisierung der Arbeitszeit verhandelt. Eine notwendige Reform der Sozialversicherung gar seit Jahrzehnten. In zahlreichen Regierungsprogrammen wurde die Modernisierung der Arbeitszeit avisiert. Noch vergangenes Jahr kündigte eine SPÖ-geführte Regierung an, dass die Politik entscheiden müsse, wenn die Sozialpartner keine Lösung finden – das Ergebnis ist bekannt“, so Neumayer. Zwtl.: Unternehmen und Beschäftigte stehen täglich im internationalen Wettbewerb „Das geringe Verständnis von einzelnen parteipolitisch agierenden Gewerkschaftsfunktionären dafür, dass heimische Betriebe mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im internationalen Wettbewerb stehen und die Verantwortung für den Standort ein gemeinsames Anliegen sein muss, bedroht Standort und Beschäftigung“, so der IV-Generalsekretär, der auf die ohnedies überproportional hohen Lohnstückkosten in Österreich verwies. „Breiter Wohlstand und die nachhaltige Finanzierbarkeit des Sozialstaates müssen gemeinsam von Unternehmen und Beschäftigten erwirtschaftet werden – dafür braucht es attraktive und faire Rahmenbedingungen. Eine antiquierte Interessenspolitik, deren primäres Ziel es ist, aus reinem Machtkalkül jahrelang verhandelte und diskutierte Veränderungen zu verhindern, ist hingegen der falsche Weg“, so Neumayer abschließend.

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