„Orientierung“ über Schätze im Schutt: Jüdische Schule auf den Spuren der Geschichte – am 10. November um 12.30 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) – Sandra Szabo präsentiert im ORF-Religionsmagazin „Orientierung“ am Sonntag, dem 10. November 2019, um 12.30 Uhr in ORF 2 folgende Beiträge: Maria in Medjugorje? Boom nach Papst-Erlaubnis für Wallfahrten Im Juni 1981 soll sechs Kindern und Jugendlichen aus Medjugorje in Bosnien und Herzegowina die Muttergottes Maria erschienen sein. Es war eine Nachricht, die sich rasch verbreitete und schon bald massenweise Pilger/innen in das kleine Dorf brachte. Seither wollen die „Seher und Seherinnen“ bereits Zigtausende „himmlische Botschaften“ empfangen haben. Von meist schlichtem Inhalt sind diese und kreisen um das weite Themenfeld Gebet, Friede, Vergebung und Versöhnung. Der Strom an Pilgerinnen und Pilgern will indes nicht versiegen, im Gegenteil: Seit Papst Franziskus im Mai dieses Jahres verlauten ließ, Priester und Bischöfe dürften ganz offiziell Wallfahrten nach Medjugorje unternehmen, ist eine deutliche Steigerung der Besucherzahl zu vermelden. Das bestätigt auch der polnische Erzbischof Henryk Hoser, der seit 2017 im Auftrag von Papst Franziskus als Apostolischer Visitator in der Region ist. Er erinnert im Gespräch mit der „Orientierung“ auch an Marienerscheinungen 1981 in Ruanda, die mittlerweile als „glaubwürdig“ von der katholischen Kirche anerkannt worden sind. Genau das würden sich „Medjugorje-Fans“ auch sehnlich für „ihren Marienwallfahrtsort“ wünschen. Bericht: Christian Wehrschütz. Schätze im Schutt: Jüdische Schule auf den Spuren der Geschichte Es war eine zufällige Entdeckung – denn eigentlich war Arieh Bauer, Generalsekretär des Schulvereins der orthodoxen Talmud-Tora-Schule Machsike Hadass in der Malzgasse in Wien, auf der Suche nach räumlichen Erweiterungsmöglichkeiten. Da stieß er auf einen zugeschütteten Keller. Was sich unter dem Schutt der Zerstörungen der Reichspogromnacht 1938 verbarg: Reste einer Synagoge und eines frühen jüdischen Museums. Benno Kern hat die Pogromnacht und die Verwüstungen seiner Schule als Elfjähriger miterlebt. Im Rahmen eines ORF-2-Zeitgeschichteschwerpunkts zu Novemberpogromen und 80 Jahre Zweiter Weltkrieg erzählt der heute 92-Jährige von seinen Erinnerungen an den 10. November 1938 und gewährt Einblicke in seine persönliche Geschichte. Einige der „Kellerfundstücke“ aus der Malzgasse werden nun auch im „Haus der Geschichte Österreich“ präsentiert. Bericht: Dorit Muzicant und Marcus Marschalek. Nacht der 1000 Lichter: Besinnliche Alternative zu Halloween Statt an Kürbissen zu schnitzen lieber Kerzen entzünden – so lautet ein Gedanke der Katholischen Jugend, die seit mittlerweile 15 Jahren jeweils am 31. Oktober zur „Nacht der 1000 Lichter“ lädt. Die Grundidee ist einfach: In kerzenerleuchteten Kirchenräumen kann man je nach Bedürfnis nachdenken, beten und sich auf das Allerheiligenfest einstimmen. An eigens gestalteten Stationen gibt es mithilfe von Texten, Musik und Videoprojektionen Anregungen zur Meditation. „Ziel ist es, eine Atempause im Alltag einzulegen, Ruhe zu finden, das Heilige in sich zu entdecken“, so Petra Egger, Dekanatsjugendleiterin in Lienz. In Osttirol ist auch die Idee zu diesem Projekt vor 21 Jahren entstanden, inspiriert von der Lichtfeier der Ökumenischen Gemeinschaft von Taizé in Frankreich. Mittlerweile erfreut sich die „Nacht der 1000 Lichter“ in ganz Österreich großer Beliebtheit. Bericht: Karoline Thaler. Ökumenische Premiere: Katholisch-orthodoxes Miteinander in Wien Ökumenische Premiere diese Woche in Österreich: Erstmals tagten die Mitglieder der katholischen sowie der orthodoxen Bischofskonferenz gemeinsam. Besprochen wurde die verstärkte Zusammenarbeit beim schulischen Religionsunterricht, der Religionslehrerausbildung und im Bereich Umweltschutz. Von einem „historischen Treffen“ sprach der griechisch-orthodoxe Metropolit Arsenios Kardamakis im Anschluss an die Begegnung. Es sei deutlich geworden, dass orthodoxe und katholische Christen viele gemeinsame Themen und Herausforderungen hätten. Als Beispiele gelten die Bereiche Familie, Seelsorge und Migration. Der Vorsitzende der katholischen Bischofskonferenz, Kardinal Christoph Schönborn, betonte, dass man künftig diese Form der Zusammenarbeit verstärken wolle, auch wenn sich eine tausendjährige Geschichte der Spaltung nicht in wenigen Jahren überwinden lasse. Der Blick zu den orthodoxen „Schwesterkirchen“, die ja die Praxis verheirateter Priester gut kennen, könnte auch für die Weihe von verheirateten Männern in der katholischen Kirche interessant sein. Einige heimische Bischöfe – etwa Manfred Scheuer und Hermann Glettler – haben sich der mehrheitlich abgesegneten Empfehlung der Delegierten der Amazonien-Synode folgend für die Zulassung von Familienvätern zur Priesterweihe unter bestimmten Bedingungen ausgesprochen. Bericht: Marcus Marschalek.

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